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Neue Chance für Lehrling des insolventen Unternehmens


PEGNITZ — Wieder einmal beweist die Pegnitzer Firma Put­zin eine hohe soziale Verantwor­tung. Ab 1. Februar 2012 über­nimmt die Putzin Maschinenbau GmbH einen Auszubildenden aus dem Personalbestand des insol­venten Unternehmens Burkhardt in Bayreuth.
Ausschlaggebend für die Idee, helfend einzugreifen, sei die Lek­türe eines Berichts in den Nord­bayerischen Nachrichten gewe­sen, in dem der Insolvenzverwal­ter für einige Auszubildende neue Lehrbetriebe suchte. „Nach kur­zer Debatte haben wir nicht lange gezögert“, sagt der Geschäftsfüh­rer Ralf Putzin.
„Wir als mittelständisches Familienunternehmen tragen eine hohe soziale Verantwortung für die gesamte Region und da ist es für uns selbstverständlich, sofort einzuspringen“, führte er fort.
Somit beschäftigt die Firma Putzin an ihren Standorten in Peg­nitz und Neudorf-West derzeit acht Auszubildende. Bei einer wei­terhin so guten Auftragslage sei eine Übernahme nach abgeschlos­sener Berufsausbildung garan­tiert.
Auch für Herbst 2012 sucht die Putzin Maschinenbau Gmb H noch zwei bis drei neue Lehrlinge im Berufsfeld des Industriemecha­nikers.

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Copyright (c)2012 Verlag Nürnberger Presse, Ausgabe 28.01.2012

Die Putzin Maschinenbau GmbH ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2008.

Zertifikat

Am Samstag oft Sonderschichten

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Stefan Fleischer aus Horlach feierte sein 25-jähriges Arbeitsjubiläum bei der Firma Putzin in Pegnitz. Auf den Tag genau vor einem Vierteljahrhundert begann er seine Ausbildung als Maschinenbauer. Nach erfolgreich abgeschlossener Lehre wurde der Jubilar in der Fräserei eingesetzt, wo er noch heute hochkomplizierte Einzel­teile bearbeitet. Geschäftsführer Ralf Putzin lobte seinen Fleiß und sein Engage­ment. Es vergehe kaum ein Samstag, an dem Fleischer nicht Zusatzschichten leiste. Bei einer Feierstunde überreichten die Gesellschafter Jens Hendrik Schmidt und Lars Oliver Schmidt dem Jubilar einen Geldbetrag, einen Geschenkkorb sowie die Ehrenurkunde und die silberne Medaille der Handwerkskammer. F.: oh



Copyright (c)2011 Verlag Nürnberger Presse, Ausgabe 07.09.2011

Maschinenbauer Putzin blickt optimistisch nach vorne

Neben den großen Brüdern KSB und Baier + Köppel ist die Firma Putzin das dritte Standbein des Maschinenbaustandortes Pegnitz. Sie war im Jahr 1998 eines der ersten Unternehmen, die sich im neuen Gewerbegebiet Pegnitz-West ansiedelten. Der Grund war Platznot, so Geschäftsführer Ralf Putzin: „Wir benötigten mehr Platz für unsere Montage. Vorher war unsere Montageabteilung in gemieteten Räumen in Bronn in der ehemaligen  Brauerei Winkler untergebracht.“ Die Drahtziehanlagen, die Putzin dort für die Firma Niehoff aus Schwabach montierten, wurden immer größer
und schwerer, auch die Stückzahl stieg.
Außerdem sollten diese Maschinen auch lackiert werden. Da bot sich das neu ausgewiesene Gewerbegebiet für einen Neubau an. Putzin erwarb  9500 Quadratmeter Grund, baute seine erste Halle mit 1000 Quadratmetern. In ihr befindet sich die Montage mit einem 8,3-Tonnen-Kran, dazu die Lackiererei, die Elektromontage in Kooperation mit der Firma Glenk aus Pegnitz sowie die Sozialräume. Die zweite Halle mit einem Umfang von 1400 Quadratmetern wurde 2008 bezogen. Hier sind die Großdreherei, die Sägerei und das Materiallager, die komplette Zahnradpumpenfertigung sowie die Abteilung Sonderwälzlager untergebracht.untergebracht.
Das Unternehmen beschäftigt sich vor allem mit der Montage von kompletten Drahtziehanlagen, bestehend aus Ziehanlagen, Glühen und Spulern und Flechtmaschinen. Außerdem mit der Herstellung von Bentonit-Mischanlagen für die Horizontalbohrtechnik, der spanenden Bearbeitung von hochkomplexen Maschinenteilen unter anderem für die Verpackungsmaschinen- und Wälzlagerindustrie. Als neues Geschäftsfeld sind seit einem
Jahr im Bereich Sonderspanntechnik neue Produkte entwickelt worden.
Im Hause Putzin arbeiten zurzeit 64 Beschäftigte, darunter sechs Auszubildende, im September werden wieder mindestens zwei Azubis dazukommen. Nach zwei schweren Krisenjahren geht es wieder rasant aufwärts, sagt Ralf Putzin: „Man merkt bei allen Kunden den enormen Nachholbedarf. Die Auftragbücher sind wieder randvoll. Gerade mit unserem neu entwickelten Bereich Sonderspanntechnik versprechen wir uns noch einen neuen Kundenkreis dazuzugewinnen.“

sbr - Nordbayerischer Kurier - Dienstag, 26. April 2011

 

Dampfmaschine aus dem Jahr 1913 soll nach Restaurierung durch Robert Friedrich Firmeneingang zieren

Pegnitz
Von Ralf Münch


Schwergewichtig ging es gestern bei der Firma Putzin in Gewerbegebiet Pegnitz-West bei Neudorf zu: Dort wurde eine Dampfmaschine angeliefert, deren Abladen sich angesichts ihrer Dimension als alles andere als leicht herausstellte.


Insgesamt 15,5 Tonnen wiegt das gute Stück, das in Einzelteile zerlegt aus Hof hierher transportiert worden war. Trotz dieses Puzzles wiegt das schwerste Teil immer noch viereinhalb Tonnen, alleine das Schwungrad bringt es auf stattliche vier Tonnen.

Im Schlachthof
20101002b „Es ist eine Dampfmaschine mit Kälteerzeuger aus dem Jahr 1913 von der Firma MAN“, sagt Ralf Putzin. Die Maschine wurde lange Zeit im Hofer Schlachthof eingesetzt. Als dieser 1996 abgerissen wurde, interessierte sich Dr. Hans Viessmann dafür, seines Zeichens Geschäftsführer der Firma Viessmann Kältetechnik. Er spielte mit dem Gedanken, den Kälteerzeuger restaurieren zu lassen, um das Monstrum schließlich in der Eingangshalle des Unternehmens der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Im Jahr 2002 jedoch verstarb er. Und seit dieser Zeit lagerten die Teile des Mehrtonners auf dem Firmengelände. Allerdings hinterließ der Geschäftsführer ein Vermächtnis, seinen letzten Willen: Die Maschine sollte nach seinem Tod in jedem Fall restauriert werden, um sie auszustellen zu können.
Wie es der Zufall will, kannte der Nachlassverwalter, Professor Friederbusch, den Pegnitzer Maschinenbau-Mittelständler Robert Friedrich. Einen
Mann, der sich nicht nur wegen seiner in ganz Pegnitz bekannten Dampfwalze „Nelly“ mit schweren, in die Jahre gekommenen Stahlkolossen auskennt und diese auch originalgetreu herzurichten weiß.
„Er hatte nur nicht genügend Platz für diese Maschine in seiner Werkstatt“, so Ralf Putzin. Unter Geschäftspartnern schloss man schließlich ein Abkommen: Restauriert wird in der Halle der Firma Putzin durch Friedrich.
Bereits im Sommer wurde die Maschine in Hof begutachtet, bevor sie gestern angeliefert wurde, um dann mittels eines Krans und einiger starker Männer und einer starken Dame, abgeladen zu werden. Kurios ist, dass es noch gar nicht fest steht, ob die Maschine überhaupt restauriert wird, denn erst eine Kostenermittlung soll zeigen, in welcher Höhe sich die Investition seitens Viessmann belaufen würde.
Die Restaurierungszeit ist, falls der Auftrag endgültig erteilt wird, schwer abzuschätzen. Lagerstellen müssen erneuert, eventuell sogar einige Teile neu angefertigt werden. Dies wird sich aber erst alles noch zeigen müssen. Selbst das Entrosten der Dampfmaschine von anno dazumal wird einige Zeit in Anspruch nehmen.
Und besonderen Wert legt man seitens Viessmann darauf: „Sie wollen, dass sich die Maschine, wenn sie im Foyer der Firma steht, auf Knopfdruck bewegt. Aber dennoch soll das alte Patina erhalten bleiben. Wie fabrikneu darf sie nicht aussehen“, erklärt Ralf Putzin.


Dampfmaschine


Copyright (c)2010 Nordbayerische Kurrier, Ausgabe 02./03.10.2010